Am Morgen möchtest Du den Tag mit einer kräftigen Dusche beginnen. Das Wasser reinigt nicht nur, sondern stellt eine sanfte Massage dar.

Tröpfelt das Wasser jedoch nur aus dem Duschkopf, anstatt mit einem kräftigen Strahl auf Deinen Körper einzuwirken, ist dies wenig zufriedenstellend. Das Gefühl einer wohltuenden Dusche bleibt aus und nur noch der Frust darüber erhalten, dass der Wasserdruck offensichtlich zu niedrig ist.

Weshalb ist der Wasserdruck in der Dusche nicht ausreichend und mit welchen Maßnahmen lässt sich dieser wieder erhöhen?

Ursachen für den niedrigen Wasserdruck

Kommt nur wenig Wasser aus dem Duschkopf, ist dies ein echtes Ärgernis. Doch die Gründe sind meistens naheliegend und so lässt sich mit wenigen Handgriffen der Druck wiederherstellen und der gewünschte Durchfluss erreichen.

Kalkablagerungen

Das Wasser weist einen bestimmten Anteil an Mineralien auf. Dieser legt sich bei der Benutzung der Dusche sowohl im Duschschlauch als auch auf dem Duschkopf in Form von Kalk ab. Damit vermindert er den nutzbaren Querschnitt und weniger Wasser tritt aus dem Duschkopf aus. Besonders verbreitet ist dieses Phänomen in einer Gegend mit hartem Wasser[1]https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wasser/hinweise-zur-wasserhaerte-5532. Dieses ist besonders reich an Kalk und eine häufigere Reinigung ist notwendig.

Schraube den Duschkopf ab und schaue, ob dort oder im Schlauch die Kalkablagerungen zu finden sind. Mit einem entsprechenden Reinigungsmittel lassen sich diese beseitigen und das Wasser fließt wieder ungehindert.

Verschmutztes Sieb

Der Duschkopf kann mit einem Sieb ausgestattet sein, welcher den Zweck hat, Wasser zu sparen. Über das Sieb wird weniger Wasser aus der Duschbrause geleitet und somit der Wasserverbrauch reduziert.

Was der Umwelt zuträglich ist, kann für das eigene Duscherlebnis hinderlich sein. Denn das Sieb ist anfällig für Verunreinigungen. Es könnten sich Kalk oder Haare am Sieb einfinden und damit den Wasserdruck beeinträchtigen.

Schraube den Duschkopf auf und reinige das Sieb. Danach lässt sich die Dusche wieder problemlos verwenden.

Absperrventil geschlossen

Wurden Arbeiten an den Sanitäranlagen durchgeführt, wird hierzu das Wasser abgestellt. Dies gelingt mittels des Absperrventils. Damit besteht nicht die Gefahr, dass während der handwerklichen Tätigkeiten plötzlich das Wasser fließt und einen Schaden hinterlässt.

Nach verrichteter Arbeit muss das Absperrventil wieder voll aufgedreht[2]https://heimwerk.org/wasserhahn-aufdrehen werden. Ist dies nicht geschehen und das Ventil nur zu einem gewissen Teil geöffnet, führt dies zu einem verminderten Wasserdurchfluss. Damit entsteht der Eindruck, dass der Wasserdruck zu niedrig wäre, obwohl ein halb geschlossenes Ventil dafür verantwortlich ist.

Meist befindet sich das Absperrventil im Badezimmer. Drehe es, um zu prüfen, ob es vollständig geöffnet war.

Defektes Warmwassersystem

Unterscheidet sich der Wasserdruck, wenn Du zwischen heißem und kalten Wasser wechselst?

Überwiegend ist der Druck bei kaltem Wasser etwas höher, da dort keine Erwärmung erfolgt. Ist der Unterschied jedoch deutlich spürbar und bei wärmerem Wasser der Druck niedriger, könnte ein defekter Boiler oder Durchlauferhitzer der Grund sein. Dann steht nicht genügend warmes Wasser zur Verfügung, sodass der Druck abnimmt.

Ein Grund für das defekte Warmwassersystem könnten die Kalkablagerungen sein. Liegt hingegen ein technisches Problem vor, ist dies eine Aufgabe für den Fachmann.

Maßnahmen zum Erhöhen des Wasserdrucks in der Dusche

Nachdem Du die Ursachen für Dich überprüft hast, kannst Du mit verschiedenen Maßnahmen den Wasserdruck eigenständig erhöhen. Nutze die folgenden Tipps, damit das Wasser wieder mit größerer Kraft fließt.

Gründliche Reinigung

Es bietet sich ohnehin an, regelmäßig den Schlauch und die Duschköpfe zu reinigen. Der Kalk lagert sich dort ab und sieht nicht nur unschön aus, sondern beeinträchtigt auch die Funktionsweise.

Schraube den Duschkopf ab und nutze einen Kalkreiniger oder Hausmittel, um sowohl den Schlauch als auch die Brause zu reinigen. Vorsicht ist beim beliebten Mittel der Essigessenz geboten. Diese kann die Dichtungen angreifen, weshalb andere Hausmittel, wie Natron oder eine verdünnte Zitronensäure sich als hilfreicher erweisen.

Entferne zudem das Sieb und reinige auch die Düsen des Duschkopfes. Dann sieht selbst ein älteres Modell wieder wie neu aus und lässt sich wunderbar verwenden.

Wasserventil aufdrehen

Je nachdem, ob Du in einer Wohnung oder einem Haus lebst, unterscheidet sich die Platzierung des Absperrventils. In einer Wohnung sind diese meist im Badezimmer oder der Küche vorhanden und ermöglichen die Regulierung des Wasserflusses für jede Wohnung.

In einem Einfamilienhaus befindet sich das Absperrventil in der Regel direkt neben dem Wasserzähler. So lässt sich durch das Schließen leicht überprüfen, ob ein Leck im Rohrsystem vorhanden ist.

Dreh zunächst das Ventil mit der Hand auf und prüfe, ob der Wasserdruck höher ist. Mitunter könnte es auch nötig sein, mit einer Rohrzange das Ventil komplett zu öffnen. Wende allerdings keine Gewalt an, da dies zu Schäden führen könnte.

Fachmann rufen

Haben die einfachen Maßnahmen keinen Erfolg gebracht, solltest Du einen Profi das Problem untersuchen lassen. Möglicherweise befinden sich Ablagerungen in den Wasserrohren oder es liegt ein Defekt in der Warmwasserversorgung vor.

Verwendest Du eine Pumpe, um den Druck aufrechtzuerhalten, ist auch dort eine Überprüfung der Einstellungen notwendig. Möglicherweise ist die Pumpe so gesteuert, dass sie nicht den gewünschten Wasserdruck in der Dusche erreicht. Eine stärkere Pumpe könnte notwendig sein oder eine veränderte Druckeinstellung. Dies geschieht meist über die Federn, welche sich in der Pumpe befinden.

Den Wasserdruck in der Dusche erhöhen

Kommt anstatt eines kräftigen Strahls nur ein leichtes Plätschern aus der Dusche, sorgt dies nicht gerade für ein angenehmes Duscherlebnis. Es fühlt sich wie eine Katzenwäsche an und Du bist danach noch nicht komplett sauber.

Überwiegend sind Kalkablagerungen in den Duschköpfen oder im Schlauch für den niedrigen Wasserdruck in der Dusche verantwortlich. Die Ablagerungen sind eine natürliche Folge des Wasserflusses und in regelmäßigen Abständen ist eine Reinigung notwendig. Besonders betroffen sind davon der Nordosten, Thüringen sowie Nordbayern. Dort ist hartes Wasser anzutreffen, welches reichhaltig an Kalzium und Magnesium ist. Dieses lagert sich in den Installationen ab und stört den Wasserfluss.

Möglicherweise ist auch ein nicht vollständig geöffnetes Wasserventil ursächlich für den niedrigen Wasserdruck. Dies könnte nach handwerklichen Tätigkeiten, bei denen das Wasser abgestellt wurde, der Fall sein. Öffne das Ventil wieder vollständig, um den Druck in der Dusche zu erhöhen.

Haben diese Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg gebracht, dann beauftrage einen Profi oder frag beim Wasserversorger nach, ob dort Probleme vorliegen. Dann sollte sich die Beeinträchtigung innerhalb kürzester Zeit legen und Du wieder angenehm duschen können.

Häufige Fragen

Zunächst solltest Du herausfinden, ob ein Problem vorliegt. Kalkablagerungen, ein teilweise geschlossenes Wasserventil oder ein defektes Warmwassersystem beeinträchtigen den Druck. Beseitige diese Ursachen, um wieder den normalen Wasserdruck zu erreichen. Ist der Druck dennoch zu niedrig, könnte der Einbau einer Pumpe helfen. Ein Hauswasserautomat hilft Dir auch in höhergelegenen Stockwerken den Wasserdruck aufrechtzuerhalten.

In den meisten Fällen führen Kalkablagerungen innerhalb des Duschkopfs oder des Schlauchs dazu, dass der Wasserdruck abnimmt. Der Wasserfluss ist gehindert und mit einfachen Reinigungsmaßnahmen lässt sich der Druck erhöhen. Prüfe zudem, ob das Wasserventil vollkommen geöffnet ist oder der Druck beim Warmwasser deutlich geringer ist.

Ist der Wasserdruck in der Dusche zu niedrig, dann führe zunächst eine gründliche Reinigung durch. Mit einem Kalkreiniger behandelst Du den Duschkopf sowie den Schlauch und beseitigst die Ablagerungen. Auch der Einbau einer kräftigeren Pumpe könnte helfen, wenn der Druck insbesondere in den höheren Stockwerken zu niedrig ist.

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